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Zurückgeschaut 5


GEWESEN: Im fast unbekannten Wallis bei fast durchwegs sonnigem Wetter. Unter anderem zusammen mit den Jungs auf freie Sicht zum Matterhorn gewartet, 65 Prozent-Erfolg:-).
GEFREUT: über die vielen Insekten z.B. am Dost. Als ich dieses Summen vor Jahren zum erstenmal hörte, glaubte ich, ein Bienenschwarm sei gelandet. Schwalbenschwanz, Kaisermantel und Bläuling waren grad auch vor Ort. Die Kamera nicht.
Neuartige Freuden entstehen durch den Welpen der Tochterfamilie.
Seit diesem Jahr sind wir im „Zucchettischwemme-Forum“ zugelassen. Wir können mitreden. Es geht soweit, dass ich heute rohe Zucchettispaghetti produzierte. Kann frau essen.
Vorfreude auf den Stickkurs. Diese Technik hat mich in der Abschiedszeit einer nahen Person auf eine besondere Art getröstet. Ruhig, fast meditativ verbinden sich Grundlage, Faden, Gedanke, meine Hand erschafft eine Oberfläche, überzieht Stoff oder Papier. Die Farben und Strukturen der Garne haben eine hohe Sinnlichkeit, sie laden ein zur sanften Berührung, schaffen Wege zwischen zwei Punkten, legen sich schief, werden aufgelöst, neu verortet wie eine Erinnerung, ich sehe den Sonntagstisch mit der gestickten Decke, weiss erst jetzt, wieviel Zeit in den rankenden Blumen festgehalten ist wo doch unsere so gestundet ist. Einen Trägerstoff und Fäden verbinden, keinem unmittelbaren Zwecke dienend, aus Freude oder weil die Fäden auch eine schwer beschreibbare Sehnsucht stillen, vielleicht etwas Ruhe geben in der überhitzten, fragmentierten und zunehmend beängstigenden Welt.
GEÄRGERT: Die SBB zieht zig fast leere 1. Klass-Wagen durchs Land, während frau die Fahrt ZH-Bern im Gang auf der Treppe abhockt. An die abartige Kühlung der Züge hab ich mich gewöhnt, bzw. immer Schal und Jacke dabei.
Weiterer Ärger durch die Gartenmäuse (Taglilie fertig gemacht), den fast gänzlichen Ausfall der Beeren im Garten und die braunen Schleimer.
GEGESSEN: Die ersten eigenen Buschbohnen. Wurde ja Zeit. Reicht grad, um anschliessend die Herbst-Wintersalate zu setzen. Raue Lagen! Wenn das Wachstum der Kürbissblattmasse in irgend einem Verhältnis zum Ertrag stehen sollte, ist die Freude einseitig. Der Gärtner legt ein seltsames Verhalten an den Tag: pflegt sie, mag sie aber nicht.
GEFEHLT: Sommerliche Sternennächte. Laue Abende. Sommer überhaupt.
GEHÖRT: Ein Interview mit Ariane Zappe über die Symbiose von Schul- und Komplementärmedizin, über Keime, Bakterien und Viren.