Radio SRF – die Suppe wird dünner

Ein Umbau der ein Abbau ist

Irgendwie geht grad einiges bachab. Die Schreiberin ist auch eine Hörerin, eine passionierte Radiohörerin. Radio SRF, jahrelang ein Garant für ein qualitativ hochstehendes Angebot, wird zum täglichen Ärgernis. Eine Suppe, die mit guten Zutaten und von kreativen Köch*innen gekocht wurde, ist aufgewärmt am Abend oder am nächsten Tag noch gut. Doch wenn den Grundzutaten über Tage nur noch Wasser und etwas Salz zugefügt wird, haben wir bald trübes Salzwasser. Auf dieser trüben Schiene bewegt sich unser Landessender.

Da werden spannende Sendungen (z.B. 52 beste Bücher, etc.) abgeschafft, sollen sich Lesende doch anderswo bemühen. Unsäglicher noch ist das tägliche Vor- und Nachbereiten von Themen, die etwa soviel Spannungspotential enthalten wie ein grauer Nebeltag (ok.: für Meteorologen mag das anders sein…). Entweder wird über Tage auf eine Sendung hingewiesen, wieder und wieder, so dass sie mir schon verleidet ist, bevor sie überhaupt begonnen hat, dann wird sie gesendet und oh nein, sie ist damit nicht erledigt, denn nun wird sie nachbereitet. Nochmals werden Aspekte aus der Sendung wiedergekäut sprich gesendet. Eine ausgepresste Zitrone ist ausgepresst!

Banale Ereignisse werden auch durch stetes Wiederholen nicht interessanter.Ein Beispiel gefällig? In der letzten Woche jährte sich ein Skirennen, eines, an denen die Herren Russi und Klammer teilgenommen haben. Die Herren haben damals scheinbar eine Freundschaft begonnen, was an sich ja gut ist, aber ohne Relevanz für die Allgemeinheit. Doch für SRF ein Thema, das vom Morgen bis zum Abend immer mal wieder in Einzelteile zerlegt und zelebriert wird. Zigmal werden die Aussagen der beiden Skifahrer wiederholt, als wäre weiss was geschehen. Unendlich langweilig.

Frau Wappler! Ist das Teil des Umbaus? Bezahlen wir dafür Gebühren? Wie halten das Ihre Moderator*innen aus? Die können einem leid tun. Vielleicht ist das übertriebenen überschwängliche Getue Einzelner einfach pure Verzweiflung. Man kann es verstehen.

Zum Glück: es gibt immer noch interessante Sendungen, viele Podcasts. Bitte setzen Sie auf Qualität statt auf das quälende Wiederundwiederundwiederholen. Statt langweiligem Gerede darf auch einfach Musik gespielt werden. Solange man mich vor Quotenmusik verschont….

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.